Drachentage in Großenbrode April 2017

 

 

Wenn man sich das Wetter direkt im Anschluß an das Wochenende ansieht ( Schnee, Graupel, Hagel und Regen ), haben wir Traumwetter gehabt. Samstag einen kompletten Sonnentag und Sonntag einen gesunden Sonne/Wolken-Mix.

Aber ....................................................... der Wind...

Am Besten fasst das ein Satz zusammen, den Roman am Ende des Sonntags zu mir sagte: " Uwe, jeden Drachen, den ich in der Luft hatte, hatte ich auch im Wasser. "

Ja, es war schon abenteuerlich, dieses Wochenende.

Aber alles schön der Reihe nach und von vorn:

 

Das Fest in Großenbrode begann für mich mit einem Besuch in Heiligenhafen.

Warum? Nun, warum, wieso, weshalb auch immer, fand am selben Wochenende in Heiligenhafen AUCH ein Drachenfest statt. Und da das ja kaum 6km entfernt liegt, bot es sich an, auf dem Hinweg dort von einem Drachenfreund etwas abzuholen.

Also erstmal nach Heiligenhafen.

Das Erste und Letzte Mal war ich 2004 dort, als ich mit Maik beim 5. Drachenfest zu Gast war. Also ne Weile her... Ich hab NIX wiedererkannt. Dort ist in den letzten Jahren ein niegelnagelneuer Ortsteil entstanden, der das Aussehen von Heiligenhafen komplett verändert hat.

Weil ich ein kleines Cleverle bin, und auch einige Hilfe hatte, fand ich den Weg zum Festgelände trotzdem und konnte mich dort mit Stephan treffen.

Was für ein Gelände! Schöner breiter Sandstrand direkt vor der neuen Seebrücke - schöner kann eine Lokation nicht sein. Gratuliere euch dazu!

Schon beim Weg zum Strand bekam ich etwas Sand ab, der einfach nicht liegenbleiben wollte. Die Drachenfreunde hatten mit ordentlich Wind zu kämpfen. Mit einer gefühlten Stärke von bis zu 8 Bft kam der Wind direkt übers Wasser gefegt. Die Drachenfreunde hielten mit kleinerm Gerät dagegen. Was will man machen, kaputtfliegen ist ja auch keine Lösung... Ich begann zu ahnen, was mich in Großenbrode erwarten würde. Denn bei der kurzen Entfernung haben wir natürlich den gleichen Wind. Event. etwas weniger, denn während er hier ziemlich gleichmäßig vom Wasser kam, würde er in Großenbrode zwar durch die Bebauung etwas abgeschwächt, aber dafür völlig verwirbelt sein und mit gewaltigen Böen und Schlägen daherkommen...

( Um es vorweg zu nehmen: Genauso war es auch, und zwar am ganzen Wochenende. )

Ich verabschiedete mich bei Stephan und machte mich auf den kurzen Weg nach Großenbrode. Dort erstmal Auto abstellen und auf zum Strand, die anderen Freunde begrüßen. Drachen kann ich dann immer noch holen. Das das allerdings sooo lange dauern würde, ahnte ich da noch nicht. Mit Hallo und netten Gesprächen vergingen über 2 Stunden. Zuviele galt es zu begrüßen, zuviel hatte sich über den Winter angesammelt, was nun beredet wurde. Gehört dazu, ist wichtig und macht auch Spaß! Ich hab mich natürlich gefreut, die vielen Drachenfreunde zu treffen. Ganz besonders aber war ich über die Anwesenheit von Burkhart froh, der nach laaaanger, krankheitsbedingter Abwesenheit, diesmal wieder vor Ort war! Er genoß es sichtlich, die alten Wegbegleiter wieder um sich zu haben. Ein Erlebniss, das für die weitere Genesung gar nicht negativ sein kann. Viel Kraft und Erfolg auch weiterhin, Burkhart!

Während der vielen Gespräche sah ich mich natürlich auch am Strand um. Hier wurde vor allem auf Bodenschmuck und kleine, sturmerprobte Drachen gesetzt. Die Drachen flogen von links nach rechts, von oben nach unten, und kreuz und quer. Die Windbedingungen waren wirklich der Hammer und wurden mit entsprechendem Abstand der Drachen zueinander quitiert. Dadurch sah der Strand etwas leerer aus, als er eigentlich war. Wasserungen der Drachen in der Ostsee waren an der Tagesordnung. Auch Abrisse gab es zu verzeichnen, und so konnte ich am Samstag einen kleinen Sleed und auch Rainers Robbe beobachten, wie sie sich auf den Seeweg machten, und bei ihren Eigentümern eine Lücke in der Drachentasche hinterließen. Schade drum, aber es waren nicht die Ersten und definitiv auch nicht die Letzten, die die Ostsee zu sich ruft ...

Aber es gab viel zu sehen: Die Pilz- und Käferparade von Wolfgang, der dann auch noch seinen neuesten Leinenschmuck, zwei weiße Pferde, zeigte, Spike's von Roman und Kai-Uwe, die Kiterpilare Space- und Bluerunner von Kai-Uwe und Günther, die Mäuse von Günther, eine 6'er Gruppe von kleinen Mantas bei Manu und Kai-Uwe, Leinenschmuck an Querleinen von Ede, die tollen Kühe von Klaus, die schnieken Laternen von Simone und Ralf, und, und , und ... Am Himmel mal der ein oder andere Sleed, Schleierdeltas, vier- und sechseckige Sturmdrachen mit ellenlangen Fransenschwänzen, und, und, und... Die Drachenfähre verteilte unter den Kindern wieder Bonbons und Plüschtiere. Ja so ziemlich jeder war beschäftigt und trug sein Schärflein dazu bei.

Ich beteiligte mich mit Fauchi und Lilalieblingseddy an der Angelrute. Da hat man wenigstens etwas Kontrolle darüber. Dabei beließ ich es fürs erste und besuchte erstmal die auch anwesenden Drachenstrolche. Während ich bei Uschi, Christel, Jürgen und Wolle stand, kamen auch Regina und Jürgen am Strand an. Die beiden hatten den Workshopdrachen dabei und weil er sie in Warnemünde eine Woche zuvor so begeistert hat, sollte er auch hier fliegen. Ich konnte also den Aufbau und Flug des GaC ansehen. Geflogen wurde er hier bei dem Wind an einer Einpunktwaage, was er auch gar nicht so schlecht machte. Mit ca 40 Grad Leinenwinkel flog er höher, als ich das erwartet hatte.

Aber es waren nicht so wirklich seine Bedingungen, und so kam er bald wieder zurück in die Drachentasche.

Alles in Allem war es ein schöner, total sonniger, kurzweiliger Drachentag am Strand von Großenbrode. Viel zu schnell war es 17 Uhr und die Drachenfreunde packten so langsam wieder ein. Kai-Uwe wollte nicht bleiben und verabschiedete sich Richtung Heimat, der Rest traf sich zum durchschnaufen im DLRG-Haus, bevor es dann später noch zum Abendessen in die Strandperle ging. Der überwiegende Teil der Gesichter zeigte doch ziemliche Erschöpfungsspuren von diesem Sturmtag am Strand. Ob es daran lag, oder warum auch immer: Nach bereits einer halben Pizza war ich mehr als satt, was mich denn doch ziemlich erstaunte ...

Wieder zurück im DLRG-Haus begann der gesellige Abend mit den Drachenfreunden. Immer wieder schön, so mit allen zusammenzusitzen und zu klönen. So nach und nach forderte der Tag allerdings seinen Tribut und so leerte sich das Haus zusehens. Am Ende waren nur noch Burkhart, Günther und ich übrig. Das war toll und lustig, und trotzdem war ich dann gegen halb Zwölf der Nächste, der seine Zimmer aufsuchte und in die Schlafphase überging...

Der nächste Morgen begann ziemlich früh, so daß ich mal wieder dabei war, als sich die ersten Sonnstrahlen durch die Wolken stahlen. Natürlich war auch Eddy schon wach und genoss die morgendliche Ruhe. Die war dann aber auch bald vorbei, alle tauchten so langsam, nach und nach, wieder am Haus auf, dann gings zum Frühstück und hernach direkt an den Strand. Es war vielleicht eine Windstärke weniger als Gestern, aber immer noch genau so hackig. Schon am Auto übergab Günther ein 'kleines' Mitbringsel für die Drachenfähre. Gerd war etwas irritiert, aber, ich denke doch, erfreut. Diese Fähraktion war dann folgerichtig auch eines meiner Highlights des Tages.

Drachentechnisch ging etwas mehr als am Vortag.

Ich beteiligte mich mit meinem Flickenteppich, der bekanntlich mit vielen, üblen, Bedingungen klarkommt. Es dauerte allerdings nicht sehr lange, bis er das erste Mal in der Ostsee landete. Genauso schnell flog er dann aber auch wieder in der Luft. Trocknen? Kein Problem ... Aber nachdem sich die Tauchphasen mehrten, ließ ich es dann auch sein, und erlöste ihn für diesen Tag. Der ebenfalls gezeigte Airrunner machte mir allerdings mehr Kummer als Vergnügen. Da muß unbedingt nachgearbeitet werden ...

Alles in Allem ein toller Drachentag in Großenbrode mit schönen Drachen, und tollem Leinen- und Bodenschmuck. Am späteren Nachmittag ging es dann mit Günther, Regina und Jürgen noch nach Dahme ins KumLuk. Die Leute so toll wie immer, die Schnitzel genial wie immer, das Erlebniss KumLuk immer wieder schön! Aber ... Die Bilder werden zeigen, was ich meine.

 

A pros pros Bilder: Natürlich habe ich mir Mühe gegeben, aber ebenso natürlich konnte ich auch diesmal nicht Alles und Jeden knipsen und zeigen. Auch werde ich wieder mal an so einigen Highlights vorbeigelaufen sein und so Einiges nicht gesehen haben. Die Bilder geben also nur einen klitzekleinen Einblick in das Wochenende an der Ostsee...

 

Ich möchte DANKE sagen:

Danke an die Orga rund um Roman.

Danke an alle anwesenden Drachenflieger.

Danke für ein schönes, wenn auch ziemlich verblasenes, Wochenende.

Ich freu mich schon auf den Herbst.

 

Und hier nun die Bilder. Viel Spaß!