Wie schon beim Jahresanfangsessen abgesprochen, machte ich mich im kalten Februar auf den Weg nach Warnemünde. Dort fand das "Warnemünder Wintervergnügen" , eine mehrtäge Veranstaltungsreihe, statt. Am letzten Tag findet am Strand schon traditionell ein kleines Drachenfliegen statt, um den Besuchern auch mal was Anderes fürs Auge zu bieten. Seit dem ersten Jahr wird dieses Fliegen von den Rostocker Drachenstrolchen durchgeführt. Diesmal hauptorganisatorisch verantwortlich Günni und Jörg. Da Günni nicht konnte, blieb die Last vor Ort auf Jörgs Schultern. Um es vorweg zu nehmen: Er hat 'nen guten Job gemacht! Danke dafür.

Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, es blieb zwar bedeckt, aber trocken und ja, es war kalt, aber erträglich.

Als ich mit meinen Sachen an den Strand kam, waren die Meisten schon da und die ersten Drachen flogen bereits. Also Plane ausgebreitet, Klamotten drauf und dann stellte ich erstmal Schleierdelta und SumSum in den Himmel. Einiges andere an Deltas war bereits in der Luft, Lifter halfen Hunden nach oben, Dirks Turbinen drehten schon am Boden vor sich hin (schon durch ihre pure Größe beeindruckend) und auch ein Cody war schon am fliegen.

Dann holte Jörg 3 Drachen raus und unterstützt durch andere Drachenfreunde (Jörg hat echt den Bogen raus, seine Schäfchen zu beschäftigen...) wurde daraus dann Einer. Das mir diese Drachen nicht gefallen, konnte ich natürlich nicht für mich behalten, und daß ich auch den Rest des Tages nicht aufhören konnte, Jörg zu ärgern, sollte noch Konsequenzen haben. Aber dazu am Ende mehr...

Naja, in der Form flog der Drachen natürlich nicht, also wurde nach nochmaligem Versuch, die Form geändert. War aber auch nich so der Bringer. Na immerhin hat der Versuch doch eine geraume Zeit den Himmel etwas bunter gemacht. Zwischenzeitlich waren die anderen Drachenflieger auch nicht untätig - neue Drachen schmückten den Himmel. Auch ich hatte meinen Malinski-Stern nach oben geschickt. Ich mag das Teil. Ist der Aufbau erstmal geschafft, steht er so ruhig am Himmel, daß man sich nicht drum kümmern muß. Und ohne zuviel Eigenlob - er sieht auch noch gut aus. Gute Bemerkungen vom Publikum und anderen Drachenfliegern bestätigen mich auch darin.

Nachdem eine Kollision meinen Schleierdelta schrottete, setzte ich einen Lifter und in der Leine fand dann ein Jungfernflug statt. Meine Hexe durfte erstmalig in die Luft. Ich bin begeistert! Sieht einfach nur toll aus, die Siluette.

Aber genug erstmal von mir.

Dirk zum Beispiel zog den Ur-Intruder. Jörg und Jürgen hatten Leinenschmuck draußen und Wolle flog Lenkdrachen. Für die Besucher wurde ordentlich was geboten. Damit aber auch die nicht anwesenden Menschen mitbekamen, was sie verpassten, gaben Jörg, Wolle und Dirk beim Radio ein Interview.

Dabei schauten sie sich auch gleich mal um, was sonst noch so für die leute geboten wurde. Trink- und Essstände, eine Hebebühne, mehrere Lagerfeuer, Kutschfahrten am Strand und Kleinklunstformationen bis hin zur Dixielandcombo - es war so Einiges geboten. Auch bei uns gabs nochmal was Neues zu sehen. Dirk und Thorben packten Turbinen und Intruder ein und holten den Ikea-Elch raus. Der Wind passte und so flog er wirklich beindruckend. Schöne Bilder entstanden - die durchfahrende Fähre, die Ostsee und natürlich auch der Teepott boten einen tollen Bildhintergrund. Schade, daß es so bedeckt war ...

Es war ein schöner Drachentag am Strand, und ich blieb sogar bis zum Schluß. Das hatte ich gar nicht vor. Danke an Alle, die den Tag so schön haben werden lassen!

Es war mein allerletztes Mal, am Strand von Warnemünde. Ja die vorhin schon angesprochenen Konsequenzen - lebenslanges Strandverbot... Schade, schade, aber damit muß man leben. Ob ich das wohl schaffe ...

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Die Bilder stammen von Hans und mir.